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Ausgabe #2 // Juli 2021
Den Mond verschlucken

Den Mond verschlucken

Ideen für den Schulwandel:
Die Künste mit ihrem kooperativen Projektansatz und eine philosophisch-politische Denk-/Diskurskultur können zeitgemäße Transformationsprozesse einleiten.
Welches Muster wandelt sich? In was verwandelt es sich? Wieviele Muster kann es geben? Muss es schön sein? Muss es vollständig sein? Muss es fertig werden? Was ist mein bevorzugtes Muster? Muss ich Mustern folgen? Wieviel Zeit braucht Wandel? Ist Wandel endlos? Gibt es ein Ziel? Wer stößt den Wandel an? Ist Wandel eine Ansammlung von Inseln?
Bin ich kriminell? Wer behindert wen? Bei was? Wie lange kann ich auf einer Stelle laufen? Was bringt mir die Aushöhlung durch den steten Tropfen? Wer wirft den Anker? Wer vernetzt? Wieviele sind ein Hindernis? Wer definiert? Ist Fallen lebensbedrohlich? Wer macht die Räuberleiter?
Wer vermisst wen? Warum wird gemessen? Was ist der Maßstab? Was ist ein stimmiges Maß? Gilt das für alle gleichermaßen? Wann ist das Maß voll? Muss ich mich messen lassen? Womit wird gemessen? Wie oft wird gemessen? Wann wird gemessen? Ist Netzwerken messbar? Mache ich den messbaren Unterschied? Was ist das richtige Maß?
Wer gibt den Beat vor? Ist der immer gleiche Takt interessant? Ist Stolpern gesund? Was passiert außerhalb des Taktes? Ist Störung ein Verbrechen? Bewege ich mich gleichförmig? Was sagt mein Herz? Wie entsteht Spannung? Wer dirigiert? Ist das Leben ein langer ruhiger Fluss? Was sehe ich, wenn ich stehen bleibe? Kostet es Mut? Wer macht mit?

Etwas Außergewöhnliches tun und damit einen Freiraum entstehen lassen. Das Normale, Alltägliche, Gewohnte auf Pause setzen.

Dinge nehmen ihren Lauf. Und ich merke oft nicht, dass etwas fehlt, weil es „normal“ ist, dass es so ist: Abläufe, Zuweisungen, Strukturen nehme ich als gegeben hin. Vermittelt ja auch irgendwie Sicherheit.

Oder?

Das gilt auch für Schule: Das war schon immer so. Wir mussten da alle durch. Die ist halt so … .

Stimmt das?

 

Ich will den Mond verschlucken und feststellen, was passiert, wenn ich aus der Norm aussteige!

Ich will eine Atempause, um festzustellen, wo die Möglichkeitslücken sind, aber auch die Überforderungen. Denn „normal“ ist nicht immer auch „gut“.

Ich will erfahren dürfen, dass Dinge sich verändern: Schulwandel.

Jetzt.

In den künstlerischen Fächern können wir Freiräume für unsere Mond-Momente schaffen und nachdenken, reden, neu erfinden.

Wollen wir das auf das ganze System Schule ausdehnen?

Lasst uns den Mond verschlucken – und Staunen.

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zur 1. Ausgabe von drehmoment Januar 2021

Ausgabe 1