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pop up art


von Andrea Fischer


In den Wochen der coronabedingten Schulschließung, steht gerade das Schulfach Darstellendes Spiel/Theater vor der Frage: Wie vermitteln wir unsere Inhalte? Wie führen wir auf? Wie erreichen wir das unvergleichliche Gemeinschaftsgefühl einer gelungenen Produktion? Wie fühlen sich die Spielenden, die ihre Arbeiten ins Kreativ-Surrogat „Video“ pressen und dann nicht erleben, dass jemand wahrnehmbar reagiert und spürbar zusieht, applaudiert? Was und wo ist Theater, wenn es in den privaten Raum gedrängt wird: Zuhause am Bildschirm gucken? Wo bleibt das Auratische der persönlichen und vor allem gemeinschaftlichen Spielerfahrung und der Wahrnehmung durch ein physisch anwesendes Gegenüber?

Der Plan
Ende 19/20 fielen alle Aufführungen der Theater AGs aus. Wir präsentierten unsere Ergebnisse per flott produzierten Video.
Im Schuljahr 20/21 wollten wir uns Resonanz erobern und planten eine Projektreihe an unserer Schule: pop up art.

Wir wollen Schule zu einem bunteren Ort machen, in dem wir mit unseren Ideen und Aktionen die Freude am kreativen Komplizentum ermöglichen.

Wir wollen künstlerisch-kommunikative Mitmachgelegenheiten und neue Erlebniswelten eröffnen. Und wir wollen neue Perspektiven erkunden und gesellschaftliche Zusammenhänge verstehen.

Wir wollen mit unserem Kunst-Kommunikations-Projekt pop up art durch kreative Zugänge alle einladen, neue Perspektiven auf ihre Schule, ihr Umfeld, ihre Standpunkte zu gewinnen.

Wie können wir Schule nachhaltig so gestalten, dass sie zu einem Wohlfühlort und einem Raum der Bereicherung wird?

Wir planen künstlerische Interventionen, setzen sie um und reflektieren im Anschluss die Aktionen auf drehmoment. Das Glücksrad zeugt vom Einstieg in eine tolle Idee: Die Glücksboten, rollend, unwiderstehlich, herausfordernd.

Wir glauben daran, dass das Lernen in solidarischen Praxen ein Ansatz ist, demokratische Bildung zu fördern. Denn es geht darum, WIE wir Bildungsprozesse gestalten, und WIE wir voneinander und miteinander lernen.

Leider ist ein sehr großer Teil der AG-Arbeit der Pandemie zum Opfer gefallen. Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Bis dahin nutzen wir drehmoment als Schaufenster und wünschen uns, dass unserer Texte, Aktionen, Ideen berühren.

Solange bis wir Begegnung wieder live und unmittelbar erleben dürfen.


www.aesthetx.de: Die Homepage von Theater an der AES: