Das Ende kommt zum Schluss spielt „Warum ist der Vorhang rot?“

Wann war ich wo und warum in der Schule glücklich? Und wie hat sich das angefühlt?

Das war die Ausgangsfrage für unsere diesjährige Inszenierung.

Glück und Schule klingt für viele wie ein Euphemismus.
Aber die kleinen Spielteams haben sehr schnell Orte erinnert, die eine besondere Bedeutung für sie haben. Zwei Beispiele:

Simon hat den Theaterraum gewählt. „Ich war schüchtern – hier konnte ich lernen, dass ich das nicht sein muss.“ In einer Lichtperformance schickt er die Zuschauenden selbst über die Bühne – „nicht so schnell! Das Licht ist schüchtern …“. Es geht um die Wahrung von Würde, von einem Ruhe- und Entwicklungsraum in dem die Schüler:innen sich wertfrei selbst beobachten können und wachsen dürfen. Und es geht um Geschwindigkeit: Jeder Mensch hat sein Tempo.

Einen solchen Freiraum haben Johanna, Laura und Ronja in der Bibliothek gefunden – und finden ihn dort immer noch. Die Bücher ihrer Kindheit - „Tintenherz“, „Die Glücksbäckerei“ und „Momo“ – stehen im Zentrum ihrer szenischen Reflexion über Zeit, Energie und Phantasie. Vor allem aber über die tiefe Verbundenheit zu ikonischen Geschichten, die unser Leben nachhaltig prägen.

Was wäre, wenn es in den Schulen mehr Leseräume und Orte der Stille gäbe, Räume eröffnet würden zum Lesen und Lernen – Rückzugsräume aus dem Lärm und dem Zeitdruck?

Wir gründen im Schuljahr 2021/22 eine AGORA im Theaterraum: bequeme Sitzgelegenheiten, eine Bibliothek, ein Kühlschrank und eine Teeküche. Lehrkräfte, die ihren Fachunterricht einmal in einen großen leeren Raum verlegen wollen, können ihren Schüler:innen hier einen besonderen Ort bieten.



Spielelemente
6 Site specific-Szenen werden von jeweils 10 Zuschauenden in einer festgelegten Route erlaufen. Dabei werden sie von je drei Glückbotinnen begleitet.

Spielleitung: Andrea Fischer
www.aesthetx.de